Große Leberegel (Fasciola hepatica)
Kommen manchmal vor wenn Pferde die Weide mit Rindern oder Schafen teilen. Die Entwicklung der Leberegel ist an einen Zwischenwirt, die Zwergschlammschnecke, gebunden. Diese Schnecke benötigt einen Lebensraum in dem Gewässer vorhanden sind. (Bäche oder ein Teich auf der Weide).
Pferde haben gute Abwehrmechanismen gegen Leberegel, deshalb sieht man Symptome meist nur bei ganz jungen, oder bei alten Tieren.
Bei einer Infektion zeigen Pferde und Esel wechselnde Fresslust, und Gewichtsverlust, manchmal auch Durchfall. Geringgradige Anämie, Ikterus und Eosinophilie sowie erhöhte Leberenzymwerte im Blut können vorkommen.
Die Eiausscheidung ist zeitweise zu gering für einen Nachweis im Kot, deshalb sollten bei Verdacht mehrere Kotproben untersucht werden.
Bei der „normalen“ Kotuntersuchung werden Leberegel nicht nachgewiesen. Deshalb sollte man, wenn Pferde auf feuchten Weiden und zusammen mit Wiederkäuern stehen, zusätzlich gezielt auf Leberegel untersuchen.
Der kleine Leberegel kann bei Equiden auch vorkommen, verursacht aber keine klinischen Symptome.
Bandwürmer (z.B. Anoplocephala perfoliata)
Infektionen kommen v.a. bei Weidehaltung vor. Tiere auf Dauerweiden haben ein erhöhtes Risiko Bandwürmer zu bekommen. Der Zwischenwirt für Bandwürmer ist die Moosmilbe, die auf allen Weiden gefunden werden kann.
Bandwürmer siedeln sich häufig im und in der Nähe des Blinddarms an. Eine Infektion kann ohne Symptome verlaufen, oder aber auch zu Durchfall, Verdauungsstörungen und Koliken bis hin zu Darmzerreißungen führen. Das Risiko einer Anschoppung vor dem Blinddarm erhöht sich bei Bandwurmbefall um ca. 25%!
Die Diagnose in Kotproben ist für Bandwürmer unsicher, deshalb sollte eine regelmäßige Entwurmung gegen Bandwürmer durchgeführt werden. Sinnvoll ist die Behandlung während die Tiere im Winter im Stall stehen bzw. bevor sie auf eine neue Weide kommen. So kann man die Eiausscheidung reduzieren und das Risiko der erneuten Infektion verringern.
Rundwürmer (Nematoden)
Zwergfadenwurm (Strongyloides westeri)
Wichtige Parasitose bei Fohlen! Fohlen können schon ab dem ersten Lebenstag mit dem Zwergfadenwurm infiziert werden. Die Mutterstute scheidet die Larven mit der Milch aus. Außer der oralen Aufnahme können die Larven aber auch durch die Haut in den Körper des Fohlens eindringen und durch den Körper bis in den Darm wandern. Schon ab dem 8ten Lebenstag können Fohlen Eier von Str. ausscheiden.
Symptome bei schwerem Befall der Fohlen sind Durchfallerkrankungen und Hautveränderungen. Hochgradiger Befall kann sogar letal enden. Wenn die Fohlen älter werden bildet sich eine Immunität gegen Str. aus.
Die Behandlung der Mutterstute mit dem Wirkstoff Ivermectin am Tag der Geburt, vermindert den Infektionsdruck für das Fohlen stark.
Prophylaxemaßnahmen, wie Weidehygiene und v.a. saubere Geburtsboxen die täglich gründlich gereinigt werden bringen zusätzliche Sicherheit
…IM AUFBAU…